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Bundesländer

 

 

Der Zottl

Einladung zum Züchterstammtisch
am Samstag, 13. Oktober 2012
 
Der Zottl
 
 
 
Es sind ARGE-Mitglieder aus allen Bundesländern eingeladen!
Telefonische Voranmeldung erbeten

Sabina Moser

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Futterraufe für Longhorns

Wer kennt es nicht: die gängigen Futterraufen für Rundballen sind zwar praktisch - die Futterverluste allerdings sind enorm.
Jakob Kiesenhofer aus Gutau fand das Foto einer amerikanischen Raufe für Longhorns:
 
 
 
"Titanfeeder"

Falls Interesse an einer solchen Raufe besteht, bitte melden bei:
kiesenhofer@tischlerei-jakob.at
Ein Bekannter von ihm, Schmied von Beruf, könnte diese bauen und bei entsprechendem Interesse einen guten Preis machen.

Sabina Moser/Jakob Kiesenhofer

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... einmal auf der "anderen Seite" im Ring

Im September kam das Mail von Obmann Hardegg: die Schweizer suchen einen österreichischen Richter für ihre Schau - ich habe ihnen Mangeng, Schlömmer und dich genannt. Damit war für mich die Sache auch schon wieder erledigt: die nehmen sicher Mangeng, der ist doch viel näher .... Dann der Anruf: die wollen dich, würdest du das machen? Ich habe dem Herrn Stöckli deine Mailadresse gegeben.
Ein paar Mails hin und her, ich sagte zu.. Und am 19. März machten wir uns mit dem Zug auf die lange Reise nach Bern. In Schwarzenburg wurden wir von Lilian Stöckli abgeholt und zum Schaugelände gebracht. Dort schauten wir uns kurz die Tiere an, dann Begrüßung und vorstellen.
Um 19 Uhr gabs "Apero" - Begrüßungsdrink und Häppchen im Freien mit Dudelsackmusuk, anschließend 5-Gänge-Menü im beheizten Festzelt für geladene Gäste. Zu jedem Gang wurde ein anderer Whisky serviert. Hier musste ich passen, denn sonst wäre es mir wohl ergangen wie dem Mann, der auf Wunsch seiner Frau 18 Flaschen Whisky ausschüttete, von jeder Flasche ein Glas trank und am Ende 39 Häuser in den Flaschen sah, die er dann ins Becken goß - oder so ähnlich, und ich hätte dann vielleicht die Tiere doppelt oder garnicht gesehen.
Am Samstag um elf Uhr sollte es dann losgehen. Da ich noch Zeit hatte, den Schaukatalog zu studieren, fiel mir auf: die Tiere waren nicht nach dem Alter geordnet sondern alphabetisch nach den Züchtern. Und bei der Gruppeneinteilung war wohl die Katalogseite, der Name des Züchters und der Tiername angegeben, aber keine Startnummer. Also fing ich an, das ganze zu ordnen.
Als Kommentator mit mir im Ring war Walter Schlurp, Mutterkuhbeauftragter für die Robustrassen in der Schweiz. Auch auf seinem Zettel waren keine Startnummern angegeben - schnell wurde das noch korrigiert. Dann war es schon so weit, die erste Gruppe weiblicher Absetzer betrat den Ring. Neun etwa einjährige, sehr gleichmäßige Tiere. Eine schwierige Gruppe. Als ich die drei Besten ausgewählt hatte, ging das Mikrofon nicht - deshalb konnte ich keinen Kommentar abgeben. Kurze Pause, dann funktionierte alles sehr gut.
Es zeigten sich sehr korrekte, rassetypische Tiere in den verschiedensten Kategorien. Manchmal standen meine Favoriten schnell fest, manchmal musste ich doch länger überlegen. Ich möchte hier nur auf die beiden Gesamtsieger eingehen:
 
 
 
Diana von Savognin vom Betrieb Edi von Burg - einesechsjährige Kuh, mit sehr gutem Euter, perfekten Fundamenten und korrekter Rückenlinie und einem gut entwickelten Kalb bei Fuß

 
 
 
Ivo von Ruedi Hager - von dem ich nur sagen kann, was einmal ein Richter zu mir sagte: dieser Stier stand für mich als Sieger fest, als er den Ring betrat.
Am Abend war Siegerehrung und Züchterabend. Die Gruppensieger erhielten einen originellen Preis ..

 
 
 
... und jeder musste versuchen, dem Horn ein paar Töne zu entlocken.
 
 
 
Es wurde auch der Bantiger-Wanderpreis für das beste selbstgezogene weibliche Rind vergeben und die Gesamtsieger erhielten noch einen schönen Pokal. Das Menü vom Hochlandrind war wieder spitze.
Der Züchter Niklaus Niederhauser kam dann als Landstreicher und erzählte ...
 
 
 
... er redete wie ein Wasserfall, die Leute lachten, es war lustig, ihm zuzuschauen - aber verstanden haben wir leider nichts.
Am Sonntag war der erste Punkt Betriebscup. Drei Betriebe stellten jeweils drei Tiere vor. Hier musste ich die einheitlichste Gruppe auswählen. Ich wählte den Betrieb Jost mit drei sehr einheitlichen weiblichen Tieren zum Sieger.
 
 
 
Zwischen den Entscheidungen im Ring spielte die Dudelsackband "Happy Pipers" ...
 
 
 
... beeindruckende zehn Mann und eine Frau stark.
 
 
 
... ein Mini-Schotte war auch dabei.
Die vier Trommler und sieben Dudelsäcke verbreiteten echte schottische Stimmund im Festgelände.
Der nächste Punkt war die Publikumswahl zur "Miss Highland-Show". Hier wuren durch Kinder vier Kalbinnen ausgewählt, aus denen dann eine Kinderjury die Sieberin wählte. Diesen Titel konnte "JGO Caledonia", Josef Gislers typvolle Gruppensiegerin für sich entscheiden.
 
 
 


Der Jungzüchtercup ist für einen Richter immer eine schwierige Sache. Man möchte den Kindern nciht die Freude an den Tieren verderben, aber man muss doch eine Entscheidung treffen. Sieben Kinder stellten sich dem Wetbewerb, die jüngsten acht Jahre alt. Ich habe betont, dass jedes von ihnen, das sich traut, ein Tier im Ring vorzuführen, für mich schon gewonnen hat.
Zum absoluten Sieger machte ich die kleine Gina Braun, die mit ihrem schwarzen Absetzer "Tiffany" wirklich gekonnt und mit viel Liebe und Freude umging.
 
 
 
Alles in Allem möchte ich den schweizer Züchterkollegen zu der wirklich gelungenen Schau gratulieren. Sehr korrekte, typvolle Tiere, ein tolles Rahmenprogramm, wunderbares Essen. Sie haben keine Kosten und Mühen gescheut, ein schönes Fest für Züchter und Besucher zu organisieren.
Mein Mann und ich möchten uns nocheinmal für dieses einmalige, unvergessliche Erlebnis bedanken.
So problemlos die Anreise verlief, so chaotisch war am Montag dann die Heimfahrt. Schließlich kamen wir mit zwei Stunden Verspätung gegen Mitternacht zu Hause an.

mehr Fotos: www.highlandcattle.ch
www.bapst-hans.ch

Sabina Moser

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6. Kärntner Fleischrindermesse - starker Auftritt der Oberösterreicher in Kärnten

Wie auch im Vorjahr waren die Oberösterreicher in Kärnten wieder stark vertreten. Ein großer Fanclub und schaulustige Oberösterreicher, aber auch einige Aussteller waren bei der 6. Kärntner Flesichrindermesse in St. Donath wieder dabei.
Am 12. März 2010 erfolgte bei windigem und kaltem Wetter der Aufbruch nach Kärnten. Ein Teil der Oberösterreicher reiste sogar in der Nacht vom 12. auf 13. März 2010 an und dies bei Schneefall.

Unter den oberösterreichischen Ausstellern befanden sich in diesem Jahr die Betriebe: Theresia u. Karl Buchmaier, Dr. Helga und Dr. Ulf Krückl, Rosa u. Johann Penz, Gerlinde und Markus Gundhacker ("Die kleine Farm"), Bettina Haunschmied u. Jakob Kiesenhofer, Artmayr Lukas und Anna u. Gerhard Rockenschaub (HCR Rockenschaub). Es ist beachtlich, dass unser Bundesland wieder mit sieben Ausstellern! bei der Schau vertreten war und auch wieder große Erfolge erzielen konnte.

Der Betrieb von Gerlinde und Markus Gundhacker stellte bei den Stieren in der Gruppe 1a der Stiere (Alter 12/2008 bis 06/2009) mit dem Stier Gilleasbuig den Gruppenreservesieger. Die "Kleine Farm" von Gerlinde und Markus Gundhacker zählt noch zu den "Neuanfängern" in der Highlandzucht und zeigte sich bei dieser Schau berreits äußerst erfolgreich.

 
 
Markus Gundhacker mit Reservesieger Gilleasbuig
 


Dr. Helga und Dr. Ulf Krückl ereichten mit "Dominik vom Schneiderlehen" in der Gruppe 2 (Stiere 9/2007- 5/2008) ebenfalls den erfolgreichen Platz des Gruppenreservesiegers.
 
 
Dominik vom Schneiderlehen, der Gruppenreservesieger in der Gruppe der älteren Bullen mit Dr. Helga Krückl und Margit Lettner
 


Der Betrieb von Resi u. Karl Buchmaier zählt bei der Kärntner Fleischrindermesse mittlerweile zu den Fixstartern und war natürlich auch heuer wieder vertreten mit dem Stier Paulonia vom Knausserwald, der den 3. Platz in der Gruppe der Stiere 9/2007 bis 5/2008 erreichte.
 
 
Karl Buchmaier, der erfahrene "Schauhase" mit dem äußerst gutmütigen Stier Paulonia. Paulonia sucht übrigens einen schönen neuen Platz, wo er gerne ein paar zottelige Highland-Damen betreuen würde!
 


Bettina Haunschmid und Jakob Kiesenhofer nahmen mit dem Stier "Elian vom Kohlehnerhof" in der Gruppe 1 - Stiere 12/2008 bis 6/2006 und mit der Kalbin "Pia vom Kohlehnerhof" in der Gruppe 4 - Kalbinnen 10/2007 bis 6/2008 teil.
 
 
Jakob Kiesenhofer mit seinem Stier "Elian vom Kohlehnerhof"
 
 
Jakob Kiesenhofer mit "Pia vom Kohlehnerhof"
 


Der Betrieb von Rosa und Johann Penz war mit dem Stier "Paco II v. Knausserwald" in der Gruppe der Stiere Gruppe 2: Stiere 9/2007 bis 5/2008 vertreten.
 
 
Johann Penz mit seinem Bullen "Paco II v. Knausserwald"
 

Erstmals dabei war Lukas Artmayr, hier mit seiner Kalbin "Sunshine v. Frohngütl".
 
 
Lukas Artmayr mit "Sunshine v. Frohngütl"
 


Der Betrieb HCR Rockenschaub erreichte mit HCR Cento in der Gruppe 1a der Stiere (Alter 12/2008 bis 06/2009) den Gruppensieg und in weiterer Folge den Jungtierchampion 2010 der 6. Kärntner Fleischrinderschau.
 
 
 
HCR Cento, der Jungtierchampion 2010 mit Gerhard Rockenschaub - unser Champion 2010 sucht einen Platz, wo er seine Siegerqualitäten an die Nachzucht weiter vererben kann.
 
 
HCR Vanda mit Gerhard Rockenschaub in der Gruppe 3 - Kalbinnen 9/2008 - 5/2009)
 

Nach einem anstrengenden und erfolgreichen Samstag fand traditionell die Siegerehrung am wunderschönen Magdalensberg statt, die der Geschäftsführer vom Kärntner Rinderzuchtverband, Herr Ing. Ernst Lagger vonahm. Mit den Häghlandzüchtern feierte auch der Preisrichter Sepp Gisler aus der Schweiz. Nach einer stressigen aber auch sehr schönen Zeit traten die Betriebe nach einem gemeinsamen Frühstück am Sonntag Morgen, mit ihren Tieren die Heimreise an und wir hoffen natürlich, dass es auch ein St. Donat 2011 geben wird:

Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an Frau Dipl-Ing. Nadja Stingler (Kärntner Rinderzuchtverband) und an Oliver Behringer, die wie auch in den vergangenen Jahren die Organisation für die Gruppe Schottisches Hochlandrind übernommen haben.

Bericht:HCR Rockenschaub

Fotos: Johann Huber, Gerlinde Gundhacker u. KRZV


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Tipps für Anfänger

Um es gleich vorweg zu nehmen: extensive Rinderhaltung bedeutet nicht, dass man nichts tun muss. Jedes Tier braucht eine gewisse Pflege, sei es Hund, Katze, Fische oder eben Rinder....

Eigentlich sollte es Aufgabe der Züchter sein, Neueinsteiger, die ja ihre "Kunden" sind, ehrlich zu informieren. Da dies aber scheinbar nicht immer der Fall ist, hier ein paar Tipps. Dies sind meine persönlichen Ansichten.

Das Wichtigste: kaufen Sie zahme Tiere! Mit zahmen Tieren werden Sie mehr Freude und weniger Probleme haben. Gehen Sie mit dem Züchter in die Herde, die Tiere sollen zu Ihnen kommen und nicht vor Ihnen weglaufen.
Haben Sie sich dann für Hochlandrinder entschieden, ist einiges vorzubereiten. Da wir Rinder halten, die ganzjährig auf der Weide sind, ist ein guter Aussenzaun besonders wichtig. Ich empfehle aussen einen Fixzaun mit drei Drähten und ein starkes Elektrozaungerät. Koppeln können mit Eisenpfählen und einer Litze abgeteilt werden. Plastikpfähle und Breitbänder sind ungeeignet, besonders wenn sie den Winter über stehen beliben. Auf den Bändern bleibt der Schnee liegen und drückt sie zu Boden, die Tiere können drübersteigen. Die Plastikpfähle werden so spröde, dass sie abbrechen, wenn ein Tier mit dem Horn anstößt.

Natürlich muss man auch den richtigen Viehbesatz bedenken. Ich rate zu 1 -1,4 ha pro Mutterkuh mit Nachzucht. Mit einer Kuh können nämlich zeitweise noch drei Jungtiere laufen - das Zweijährige, das Jährige und das kleine Kalb. Lieber eine Kuh weniger, dafür haben die Tiere genug zu fressen. Ausserdem wird die Weide mit den Jahren weniger. Etwa die Hälfte sollte als Weide, die andere Hälfte zur Bereitung des Winterfutters genutzt werden.

 
Als Unterstand genügt ein dreiseitig geschlossenes Gebäude, man sollte aber die Möglichkeit haben, einige Boxen mit Panelen oder ähnlichem einzubauen, um z.B. eine Kuh zur Geburt einsperren zu können. Alte Stallgebäude können leicht für Hochlandrinder umfunktioniert werden. Hier können die alten Aufstallungen, in denen die Kühe zum Fressen eingesperrt wurden, gleich eine günstige Fanganlage darstellen. Aber niemals ein Tier einsperren, wenn sich freie Tiere im Stall befinden!

Vor dem Stall bzw. Unterstand ist ein befestigter (betonierter) Futterplatz besonders wichtig. Er sollte ebenfalls eingezäunt sein, dann kann man die Tiere im Winter oder bei Schlechtwetterperioden hier halten. Nur schottern ist zu wenig, denn nur wenn er betoniert oder asphaltiert ist, kann man den Mist einfach wegschieben.
Auf dem Futterplatz steht die Futterraufe. Raufen mit Palisandengittern sind die gängigste Art. Jedoch sind meiner Meinung nach die Palisaden für Jungtiere viel zu hoch. Wenn sie beim Fressen im Gitter hängen und von einem ranghöheren Tier einen Stoß bekommen, ziehen sie den Kopf zurück anstatt ihn anzuheben. Ein Hornbruch ist da noch das harmloseste, was passieren kann.
 
 
 
Folge von zu hohen Palisaden - wir haben deshalb die Palisaden niedriger gemacht.
 
 
 
Hier können auch Kälber gefahrlos fressen
 
Wir füttern in der Raufe nur Grassilage, denn mit Heu sind die Futterverluste noch gravierender. Ausserdem wird das Heu bei Regen und Schnee- trotz Dach - nass, was bei Silage nicht so tragisch ist, da sie sowieso feucht ist. Heu füttern wir im Stall in einer selbst gebauten Heuraufe.
Es gibt auch Raufen mit beweglichem Korb, jedoch können hier die Tiere nur an zwei Seiten fressen. Ebenfalls auf dem Futterplatz steht die frostsichere Tränke. es gibt verschiedene Systeme wie z.B. Balltränken, heizbare Tränken usw. Bei den Balltränken muss man bedenken, dass die Kälber den Ball nicht wegdrücken können.

Selbstfangfressgitter sind meiner Meinung nach gefährlich. Hängt ein
Tier drinnen und wird gestossen, kann es in seiner Panik das Gitter nicht öffnen. Sie sind - genauso wie die Palisaden - auch viel zu hoch und natürlich zu eng für Hochlandrinder.

Man sollte auch nie ein Tier anbinden, wenn sich andere Tiere im Stall befinden, die sich frei bewegen können. Hochlandrinder haben eine Rangordnung. Kann ein rangniederes Tier nicht ausweichen weil es angebunden ist, wird es von dem ranghöheren erbarmungslos gestossen. Mann kann sich leicht vorstellen, was passieren kann ...
Zum Thema Fanganlagen kann ich ehrlicherweise nichts sagen, da ich meine Tiere -wenn nötig - mit dem Strick fange und im Stall anbinde.

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Sabina Moser ist Obmann-Stellvertreterin der Arge Hochlandrind und züchtet seit 1996 Hochlandrinder. Ihrer bekannten Herde entstammt unter anderem der erste und bisher einzige Europasieger aus Österreich.
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